Karriere, ja bitte!

Tag Frau Wien

Oder wie werde ich erfolgreich in meinem Business?

Ich will, ist schon die beste Voraussetzung um ans Ziel zu kommen! An das erste Ziel, denn auch das Ziel wird sich immer wieder verändern. Sei es eine Führungsposition, der Sprung in die Selbständigkeit, eine geistige Herausforderung oder einfach nur der schnöde Mammon (mit dem man ja schließlich auch was Gescheites machen kann!). Man sagt gerne wer suchet der findet, manchmal dauert es etwas länger, aber die Suche ist niemals vergebens, denn schon während aller Überlegungen wie mache ich das endlich etwas weiter geht trifft man neue Menschen, bekommt neue Ideen und zahlreiche Anregungen ohne großartig danach zu suchen. Sie ergeben sich einfach.

Ein Buch und Sport als mentale Erfahrung

Ich selbst habe 10 Jahre Leistungssport betrieben und hätte mir damals nie gedacht, dass diese großartige Zeit, dieses Hobby einmal eine wesentliche mentale Grundlage für ein erfolgreiches Berufsleben sein könnte.
Während meines Studiums fand ich ein Buch eines Amerikaners der Mentaltrainer für HochleistungssportlerInnen war (was in den 70er Jahren in Europa noch eine ziemliche Rarität war) und der nach einer langjährigen erfolgreichen Karriere als Sportcoach die Idee entwickelte seine Erfahrung auf einem ganz anderen Feld weiterzugeben. Er begann ManagerInnen mental zu trainieren. Ihm war aufgefallen, dass beruflich sehr erfolgreiche Menschen ein ähnliches Verhalten zeigen, wie HochleistungssportlerInnen. Wie recht er doch hatte! Vereinfacht gesagt setzt sich zum Beispiel die Sportlerin ein Ziel, fokussiert dieses Ziel und beginnt von einem low level zu trainieren. Ganz wesentlich dabei ist, was sie überhaupt nicht macht: Sie zweifelt nicht im Geringsten an der Möglichkeit es zu schaffen! Sie beginnt zu trainieren, ungeachtet der Tatsache, dass der Weg zu ihrem Ziel vielleicht noch ziemlich weit weg ist. Hier behindern sich die meisten Frauen schon im beruflichen Vorwärtskommen indem sie an sich zweifeln und hauptsächlich ihre Fehler sehen. Meist glauben sie, weil bei ihnen nichts weitergeht, dass erfolgreiche Menschen es ohne sich zu fordern mit viel Glück geschafft haben. Das gibt es natürlich auch. Aber, sie werden es nicht glauben, ich habe Machtkämpfe im Business zwischen Männern gesehen, da ist ein sportlicher Wettkampf ein gemütlicher Spaziergang! Und je höher die Position umso dünner bekanntlich die Luft!

Der Vater kocht den Tee, die Mutter muss gut kochen können?

Ein kleines Beispiel aus meinem Alltag als ich noch eine junge Mutter war. Obwohl mein Gedankengut dauernd um Spitzenleistungen im Beruf gekreist sind (die ich auch erbracht habe), glaubte ich als Frau und eben nun Mutter eines quirligen 5 jährigen Sohnes und einer aufgeweckten 2 jährigen Tochter sollte ich gut kochen können. Ich war dann immer in einem fürchterlichen Stress wenn wir Gäste hatten (meist „nur“ Hausfrauen/Mütter mit ihren erfolgreichen Männern) und dann ist natürlich immer etwas misslungen, was mir wenn ich allein für die Kinder gekocht hatte immer hervorragend gelungen war. Der Höhepunkt war dann noch, dass mein Partner – der überhaupt nichts außer Tee kochen konnte – immer etwas Negatives zu kritisieren hatte, mit dem Nachsatz „nein, nein es war eh gut, aber…“. Ich hatte mich völlig unnötig geärgert, es hätte ja z.B auch er kochen können, aber irgendwie hat das meinen Ehrgeiz getroffen. Bis dann eine Freundin, die sensationell gut und gesund kochen konnte mich darüber aufgeklärt hat, dass sie immer und auch die besten Köche, nach Rezepten kochen und dies ganz normal sei. Ich habe mir dann ein von ihr empfohlenes erstes Kochbuch gekauft und kapiert, dass man alles einmal lernen muss und dass es keine Schande ist nicht kochen zu können! Komischerweise hatte ich diese Unsicherheit nicht in meinem Berufsleben, da war und bin ich ganz anders drauf, aber ich kann daher gut verstehen, dass jeder seine Hänger woanders hat.
Nun aber zurück zum Karrieresprung!

Geduld ist nicht gefragt, träumen erwünscht!

Was ich hier über Karriere und Erfolg erzähle habe ich selbst im Berufsleben unbewusst richtig gemacht, aber (hic!) der Mensch steht immer wieder vor neuen Herausforderungen!
Wenn mir etwas nicht so leicht gelingt und ich will es aber schaffen, dann beginne ich zu überlegen wie komme ich ans Ziel. Natürlich alles möglichst schnell, denn Geduld ist zwar manchmal gefragt, aber nicht in diesem Fall. Seien sie ruhig ungeduldig, aber machen sie weiter. Auch ein Schauspieler wiederholt und wiederholt solange seinen Text bis er ihn kann – und dann kommt schon wieder ein neuer Text auf ihn zu. So ist es nun mal, das können auch wir nicht ändern. Aber mit kleinen Erfolgserlebnissen kommt auch eine Routine wie man seine Ziele am besten erreicht.
Der Fokus muss auf das Wunschziel gerichtet sein. Ich visualisiere dann sehr gerne mein Ziel in meinem inneren Auge, es ist ja schließlich mein „Traum“, denke oft daran und lebe es bereits in Gedanken erfolgreich durch, das ist sehr wesentlich. Es hilft auch bei Rückschlägen diese sofort aus dem Gedankenkreislauf zu fegen. Das zu Erreichende begleitet einen im Kopf, dann reagiert man auch ad hoc richtig, stellt im richtigen Moment Fragen und wird automatisch aktiver, weil man bewusst sein Ziel erreichen will.

Wer spricht nur über ihre Stärken?

Der Fokus ist natürlich nur positiv! Die Sportlerin trainiert alles was nötig ist um zum Erfolg zu kommen. Sie denkt nicht an ihre Schwächen – wozu auch? Sie glaubt an sich und ihren Willen und weiß mit konsequentem Training kommt auch der Erfolg. Alles andere behindert nur. Der Mentaltrainer spricht immer über Ihre Stärken, wenn er über Schwächen spricht, dann nur über die der Gegner. Wir wissen das es so ist, wir haben das oft genug bei anderen gesehen und gehört. Nun, auch eine Sportlerin überfordert sich manchmal und manchmal trainiert sie eben zuwenig. Das ist so und ist ganz normal, deshalb hört sie aber nicht auf zu üben, umso mehr wenn sie das erste Mal scheitern sollte, dann erst recht.

Die ersten Erfolgserlebnisse kommen sehr schnell.

Im Laufe der Zeit entstehen die ersten Erfolgserlebnisse. Dann beginnt vieles schneller zu funktionieren. Auch negative Rückmeldungen hindern eine Sportlerin nicht daran weiter zu arbeiten! Sie hören ja auch nicht auf zu essen, wenn einmal ein Menue nicht gelingt! Im Grunde macht sie nichts anderes als eine feste Überzeugung zu haben, sie arbeitet kontinuierlich und mutig, lässt nichts unversucht um das Wunschziel zu erreichen!
Schaut sich aber auch an wie die Konkurrenz etwas erfolgreich erreicht hat und zieht daraus für sich positive Schlüsse. Dass sportlicher Erfolg nur so gelingt wird uns immer wieder vorgeführt!
Wer also hoch hinaus will hat noch viele interessante Ziele vor sich! Ohne Herausforderung wäre der Alltag doch sehr langweilig – oder?

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Veröffentlicht in Powerfrauen

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