Wollten Sie immer schon eine Novelle schreiben – dies könnte der richtige Platz dafür sein!

Port Cros Gartentor
Von der Côte d’Azur zur Märcheninsel Port-Cros. Mit einem herrlichen Rosewein habe ich mich über die Mittagshitze hinweggetröstet!

Begonnen hat die Entdeckungsreise mit einem Urlaub an der Côte d’Azur,
also an der französischen Riviera. Wir haben in einem sensationell schön gelegenem Hotel gewohnt – davon berichte ich in einem meiner nächsten BLOG Reiseartikel, heute geht es woanders hin! – haben unzählige Kilometer mit einem kleinen Mietauto abgefahren und natürlich St.Tropez mit seinen vielen kleinen und großen Jachten besucht, Cafe getrunken und keine Playboys gesehen! Ach ja und die berühmten Strandclubs von Brigitte Bardot und Roger Vadim besucht, wie die Jetset Clubs Nikki Beach und den Strandclub 55 in dem gut und gerne teuer gegessen wird. So nebenbei keine große Auswahl, man isst Lobster. Der herrliche Rosewein hat mich dann über die Mittagshitze hinweggetröstet!

Port Cros Haus

Zurückfahren ins Hotel über Hügel und verträumte Plätze oberhalb des hektischen Strandlebens hat sich als gar nicht so unanstrengend herausgestellt. Fisch und Wein bei 40’, das kann schon vorkommen. Aber die Fahrerei hatte auch seinen Reiz in der Abwechslung.

Port Cros Spiegelung

Fisch aus 100 Meter Tiefe und taufrischer Rosewein

So haben wir uns entschlossen einmal eine „unanstrengende“ Tagesreise mit einem Katamaran und einem feschen Skipper (natürlich sonnenblond und naturbraun von Licht und Luft) zu gönnen. Unser Ziel war die Insel Port-Cros, eine der 3 Hauptinseln der im Mittelmeer gelegenen Hyèrischen Inselgruppe, welche unter Naturschutz steht und wo es angeblich ein Restaurant gibt indem man einen fangfrischen Fisch zubereitet, der in einer Tiefe von ca 100m (!) vorkommt. Das wollten wir genau wissen. Die Überfahrt war bereits zu dritt schon recht illuster mit dem einen oder doch mehreren Bechern – nicht Glas weil Schiff – Rose. So lässt es sich leben!

Port Cros Frühstück

Natürlich kamen wir zur Mittagszeit an, die Temperatur war dementsprechend und so bestellten wir frohen Mutes den seltenen Fisch, Rosewein und ja – Wasser. Der Fisch war außerordentlich, grandios, très bon! Ich habe ihn im Jahr darauf wieder gegessen, also nicht den alten, einen neuen Frischfang und es hat uns nicht der Rose verblendet, der Fisch war wirklich ein einmaliger Genuss! Der Ausblick vom Restaurant am kleinsten Hafen der Welt war traumhaft, unser eigener Blick war schon etwas verklärt, doch vollster Zufriedenheit. Schöner hätten wir uns diesen Ausflug auch nicht vorstellen können.

Port Cros Weg

Nachdem wir das Essen, den Wein und sämtliche Erklärungen über Fischfang hinter uns gebracht hatten, entschieden wir uns zu einem vernünftigen Verdauungsspaziergang, bevor wir wieder 2 Stunden im Netz des Skippers, also eigentlich seines Katamarans hingen und zurück(ge)fahren würden.
An ein paar wenigen Häusern, einem Cafe, einer kleinen Bar und einem etwas versteckten Lebensmittelgeschäft mit Badetaschen und Tauchbrillen vorbei, schlenderten wir erschöpft einen spärlichen Weg entlang in Richtung Inselinneres – was auch immer da noch kommen würde, die französische Koch- oder sollte man da eher sagen Grillkunst, hat uns niedergerungen!

Port Cros Wasser

Ernest Hemingway und- oder  Siesta!

Doch plötzlich stellte sich uns ein Holztor  in den Weg und wir sahen dahinter ein weisses, mit grünen Fensterläden Gebäude, eine Art kolonialer Herrensitz aus den 20er Jahren. Wie ich heute weiss, es war und ist das einzige Hotel der Insel das „Le Manoir“. Gerade soviel renoviert, dass es seinen alten Charme bewahrt hat und den heutigen Ansprüchen gerecht wird. Die gesamte Anlage versprühte Charakter und Gefühl, ein Kleinod mit einen Kräutergarten, der als Zitat eines Versailler Schlossparks liebevoll angelegt wurde. Ein großzügiger Gästegarten mit Liegestühlen lädt zur Siesta ein – die, wie man sich vorstellen kann, wir übrigens sehr nötig hatten – und zum lange Romane lesen oder nein, besser um selbst welche zu schreiben. Ich sah Ernest Hemingway vor meinem inneren Auge, mit einem Glas französischem „Mochito“ eine Zigarre im Mundwinkel wie er in einem der Liegestühle Platz gefunden und den Damen um ihn herum elegant die Kunst des Weglassens erläuterte.

Port Cros Siesta

Mit diesem Bild und einem etwas melancholischem Abschied segelten wir ans Festland zurück. Ohne Umschweife landeten wir einen Sommer später für länger an diesem romantischen Plätzchen. Mein Roman ist noch nicht fertig!

Wer die Naturstrände mit teils feinem Sand und Kies (ich war täglich) aufsucht, muss ca. 20 Minuten oder mehr unter Pinien gehen. Ich habe das als sehr angenehm empfunden. So kann man abwechslungsreiche Wanderungen unter Pinien, über Stock und Stein, durch Waldwege, wie man gerade Lust hat, zu verschiedenen Stränden machen. Turnschuhe sind die angesagtesten Accessoires!

Port Cros Eingang

Das Hotelrestaurant bietet Halbpension, was unumgänglich ist, da es kaum eine Restaurantalternative, außer dem vorhin beschriebenen Fischrestaurant gibt. Die Küche, wie könnte es in Frankreich anders sein, ist sehr gut. Natürlich gibt es einen Swimming-pool, aber ich muss gestehen, ich habe diesen nur einmal begutachtet. Auf der ganzen Insel ist Fahrrad- und soweit ich mich erinnere auch Hundeverbot.

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Veröffentlicht in Reise

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